Erfahrungs­bericht Industriekauffrau

Wie vielen Anderen, stellte sich auch mir nach dem Abitur die Frage, wie ich meine berufliche Zukunft gestalten möchte. Zunächst entschied ich mich für ein Soziologie Studium. Schnell wurde mir aber klar, dass dies nicht das Richtige für mich ist. Dies lag zum einen daran, dass das Themengebiet nicht wie erhofft meine Interessen geweckt hat, vor allem fehlte mir jedoch das praktische Arbeiten. Aufgrund dessen habe ich mich weiterhin nach Alternativen umgeschaut.

Durch einen Verwandten wurde ich dann auf die Ausbildung zur Industriekauffrau bei der profine GmbH in Pirmasens aufmerksam. Nach dem erfolgreich absolvierten Bewerbungsverfahren begann meine Ausbildung zum 01.09.2016.

Am ersten Tag wurden zunächst einmal einige organisatorische Punkte geklärt. Dies war auch das erste Mal, bei dem ich alle 34 anderen Auszubildenden kennenlernte. Dem Rest der Woche war dann ein umfangreiches Präsentationstraining vorbehalten. Dieses zunächst verfluchte Training, erwies sich im Laufe meiner Ausbildung jedoch als sehr hilfreich.

Mit der zweiten Woche begann der „Umlauf“, ein Begriff welcher den Rest meiner Ausbildung prägen sollte. Hiermit bezeichnet man den Durchlauf aller kaufmännischen Azubis und dualen Studenten durch verschiedenste Unternehmensbereiche. Für mich persönlich ging es zunächst in das Büro der Ausbildungswerkstatt, wo ich zum ersten Mal in Kontakt mit geschäftlichen Prozessen, wie zum Beispiel der Bearbeitung des Bewerbungsverfahrens, trat. Außerdem wurde mir der Umgang mit SAP, ein System, welches in fast allen Abteilungen präsent ist, näher gebracht. Als sehr positiv ist mir vor allem der enge Umgang mit allen gewerblichen Azubis in Erinnerung geblieben.

Auch aus den nachfolgenden Abteilungen konnte ich viele Eindrücke und Fertigkeiten mitnehmen. Die Stationen meines Umlaufes waren die YoungKö (eine von Azubis geführte „Firma in der Firma“), das Energiemanagement, der Vertrieb, die Kundenlogistik, die Telefonzentrale, das Marketing, das Kundenkreditmanagement, die Arbeitsvorbereitung und die Personalabteilung.

Allein diese Aufzählung verdeutlicht, wie vielfältig und abwechslungsreich die Ausbildung zur Industriekauffrau bei der profine ist. Zu dieser Abwechslung trägt natürlich auch die Berufsschule bei. An ein bis zwei Tagen die Woche bekommt man hier die theoretischen Aspekte des Berufes vermittelt.

Als besondere Highlights erwiesen sich das jährliche Azubigrillfest, die Weihnachtsfeier und das Team Camp. Letzteres besuchte ich mit den Azubis und Studenten meines Jahrgangs im ersten Ausbildungsjahr. Das Team Camp erstreckt sich über fünf Tage, während welchen man untereinander wirklich zusammenwächst. Inhaltlich werden unterschiedliche Fähigkeiten, wie zum Beispiel Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit gefördert, aber ich will an dieser Stelle nicht zu viel verraten. 😉

Natürlich machte  ich mir schon während der Ausbildung Gedanken, in welchem Bereich ich nach Ende der Ausbildung tätig werden möchte. Mir tat sich jedoch schon relativ früh, etwa in der Hälfte meiner Ausbildung, eine Perspektive auf. In der IT-Abteilung wurde die Stelle „Projektierung und Usermanagement“ frei. Sicherlich verbindet man IT und Industriekauffrau nicht auf Anhieb miteinander, jedoch wurde mir ziemlich schnell klar, dass dies die richtige Stelle für mich ist. Mein Tätigkeitsgebiet umfasst zum größten Teil kaufmännische Tätigkeiten, wie etwa Beschaffung und Personalmanagement, nur eben im Bereich IT. Um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, werde ich bereits den Rest meiner Ausbildungszeit in meiner zukünftigen Abteilung verbleiben. Darüber hinaus wurde mir somit sogar die Möglichkeit geboten, meine Ausbildung um ein halbes Jahr zu verkürzen, so dass ich statt im Sommer nächsten Jahres, bereits im Januar 2019 meinen Abschluss in der Tasche haben werde.

Abschließend kann ich sagen, dass mein Bedürfnis nach praxisrelevantem Arbeiten auf jeden Fall erfüllt wurde. Ich bin extrem glücklich darüber, bereits zu diesem frühen Zeitpunkt einen festen Übernahmeplatz im Unternehmen zu haben. Für mich war es definitiv die richtige Entscheidung die Ausbildung bei profine zu beginnen.

Michelle, Auszubildende zur Industriekauffrau, am 06.06.2018

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